So. Jetzt kommen wir zum praktischen Teil. Als Beispiel nehme ich den Arbeitseinsatz, den wir bei unserer Gemeindefreizeit im September 2022 hatten.
Wenn Gott uns Gaben gibt, damit wir dienen können, und uns Freude gibt, zu dienen, und in der Bibel sagt, dass wir mit den Gaben dienen sollen, sollten wir es dann nicht tun?
Also los!
Frag als erstes die Leute aus deiner eigenen Gemeinde. Je mehr Leute, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand etwas weiß. Habe ich bei der telefonischen Umfrage gemacht, und es kamen einige gute Vorschläge.
Vielleicht könntest du auch Leute aus anderen Gemeinden fragen. Hat den großen Vorteil, dass du Kontakt knüpfst zu einer Gemeinde, die du einbeziehen kannst. Das macht das Ganze in der anderen Gemeinde bekannter.
Am liebsten wollte ich aber einen Arbeitseinsatz direkt vor Ort bei dem Ferienheim. Und dort kannte ich mich nicht aus. Wie sollte ich so einen finden? Einfach fragen? Na klar. Würde mich jemand fragen, was hier in Haus und Garten zu tun ist, würde mir ja auch immer was einfallen.
Also habe ich die Inhaberin des Ferienheims angerufen und gesagt, wir möchten einen Arbeitseinsatz machen für einen guten Zweck, z.B. Bäume fällen, Holz hacken, Dach decken, Renovieren, Streichen, Erde schaufeln, etwas aufbauen oder abbauen, Montage, Transport, Küche einbauen, ob sie eine Idee hat, was wir in der Umgebung machen können.
Sie wollte ihren Mann fragen und zurückrufen. Kurz darauf rief sie mich an und sagte, wir könnten im Wald Holz sammeln und hacken.
Da hatte ich meinen Arbeitseinsatz: Eine Holzfällerparty. Ich habe gleich meine Kettensäge rausgesucht, noch zwei Handsägen besorgt und eine Axt, und meinen Pastor gefragt, ob er auch noch Werkzeug hat. Der hat dann auch noch was mitgebracht.
Der Arbeitseinsatz bestand darin, dass wir im angrenzenden Wald auf dem Boden liegendes Holz sammelten, zum Haus trugen und zu Brennholz zersägten und spalteten.
Das hat richtig Spaß gemacht.
Manche von uns, besonders die jüngeren, waren fleißig und trugen viele große Holzstücke herbei, andere, besonders einige ältere, ließen es ruhiger angehen, sammelten nur wenig, setzten sich auf einen Baumstamm und unterhielten sich. Ich fand es in Ordnung. Leistung ist bei so einer Aktion nicht das Wichtigste.
Zwei junge Leute haben aus den Holzstücken eine Trage konstruiert, und mit deren Hilfe zu zweit eine große Menge Holzstücke zum Haus getragen. Ich staunte. Das nenne ich echte Zusammenarbeit.
Ich erinnere daran, was ich zu Anfang des Buches schrieb: Durch Zusammenarbeit entstehen Freundschaften. Dafür ist es aber auch wichtig, miteinander zu sprechen. Und am besten miteinander zu essen. Warum, dazu schreibe ich nachher noch was.