Es sind Ideen aus der Praxis. Die meisten davon habe ich selber mitgemacht und einige selbst geleitet.
Diesen Arbeitseinsatz für den guten Zweck haben wir gleich morgens gemacht. Zu dritt. Da haben zwei Männer aus der Gemeinde und ich eine gebrauchte Küche abmontiert, zur Gemeinde transportiert und dort abgeladen, damit sie später im Gottesdienstraum montiert werden kann. Was natürlich inzwischen längst geschehen ist. Mittags habe ich als Workshop meinen Grillkurs gemacht, da waren noch vier weitere Leute dabei, so dass wir sieben waren. Danach haben wir als „Kleingruppe“ alle zusammen gegessen und hatten gute Gespräche. Gott hat wunderbares Gelingen geschenkt, und ich war glücklich.
Ich erinnere mich an eine Geschichte, die ich mal in einem Gemeindegründerbuch gelesen habe, wie man als ganze Gemeinde eine Scheune bauen kann, und hätte das gerne mal in die Tat umgesetzt, doch das Projekt war mir bisher immer zu groß.
Wenn auch du eine Idee hast für ein Riesenprojekt, gebe ich dir einen Tipp:
Fang klein an!
Anstatt mit einer ganzen Gemeinde eine große Scheune zu bauen, bau doch z.B. mal mit drei Männern ein Carport um. Wir haben das vor einiger Zeit mal gemacht:
Vor ein paar Jahren hat ein Mann aus der Gemeinde mit einem zweiten Mann und mir einen Arbeitseinsatz gemacht. Wir haben zu dritt seinen Carport um 70 cm erhöht. Hat viele Stunden gedauert und Spaß gemacht. War nicht leicht. War ein Abenteuer. Seine Frau hat für uns alle gekocht.
Einmal gab es in unserer Gemeine einen Putztag. Da sollten so viele Leute wie möglich teilnehmen, und es kamen auch viele. Es war eine gelungene Aktion, und meine Anerkennung gilt dem, wer auch immer es war, der die Idee hatte. Wir haben gemeinsam innen und außen alles geputzt, Rasen gemäht, Unkraut entfernt usw., und anschließend wurde Pizza angeliefert, und wir haben alle zusammen gegessen und hatten gute Gespräche. Eigentlich perfekt, sollte man meinen, und es war auch wirklich gut gemeint. Nur leider hat es mir trotzdem nicht gefallen. Und das nicht nur, weil ich Putzen und Rasenmähen nicht mag. Ich musste einige Zeit überlegen, warum nicht, bis ich drauf kam: Wir haben zwar alle mitgearbeitet, aber jeder für sich allein. Jemand hat allein den Rasen gemäht, jemand hat allein das Unkraut entfernt, jemand hat allein die Tische abgewischt. Nur selten haben mal zwei zusammen was gemacht. Die meiste Zeit war ich allein. Der Sinn eines Arbeitseinsatzes ist aber, dass man zusammenarbeitet. Freundschaften entstehen nur durch Zusammenarbeit. Indem man gemeinsam etwas macht, das einer allein nicht kann.
In einem christlichen Treffen gab es einen Mann, den habe ich gebeten, seinen Bruder mitzubringen. Sein Bruder kam nicht. Einmal haben wir gegrillt, da habe ich ihn gefragt, ob das nicht eine Gelegenheit sei, seinen Bruder mitzubringen. Sein Bruder kam nicht. Mehrmals habe ich gefragt, immer vergeblich. Bis eines Tages jemand um Hilfe bat, ein Klavier zwei Treppen hinaufzutragen. Das kann man nicht allein. Das schafft man nur gemeinsam. Es war ein ganz kleiner Arbeitseinsatz. Wer kam dazu, um zu helfen? Der Bruder. Er half, das Klavier zu tragen und nahm anschließend an dem christlichen Treffen teil. Wenn auch nur kurz.
Wir haben einen Keller entrümpelt.