Gemeindewochenendfreizeit

Es gibt Arbeitseinsätze.

Es gibt Freizeiten.

Es gibt Seminare. (Schulung, Fortbildung)

Warum kann man nicht alle drei kombinieren?

Man könnte doch aus dem Arbeitseinsatz mit den anschließendem Gesprächen in Kleingruppen eine Übernachtungsfreizeit machen. Für jedes Alter, für die ganze Gemeinde. Und dann noch einen Workshop dazu nehmen. Oder mehrere. Das ist so was ähnliches, wie ein Seminar, nur praxisorientierter.

Dann hat man eine Gemeindefreizeit, die drei Schwerpunkte hat: Arbeitseinsatz, Kleingruppen und Workshops.

Das hat zwei große Vorteile:

Erster Vorteil: Man macht etwas Sinnvolles.

Wenn man zu einer solchen Gemeindefreizeit fährt, hat man das gute Gefühl, nicht nur zum Spaß eine „Freizeit“ zu erleben, sondern auch etwas Sinnvolles zu tun. Eine Arbeit zu erledigen für einen guten Zweck. Und sich auch noch fortzubilden und etwas zu lernen, was brauchbar und nützlich ist.

Zweiter Vorteil: Es ist nicht einseitig.

Ich habe Freizeiten erlebt, wo man sich so lange ausruhen durfte, bis mir langweilig wurde, und ich mich fragte, warum wir unsere Zeit damit verschwenden. Es gab zu wenig Programm.

Ich habe Seminare, Schulungen, Fortbildungen erlebt, wo wir stundenlang in einer Art „Klassenraum“ Vorträge mitschrieben. Abends und nachts gab es zu wenig Programm, und wir konnten zusehen, wie wir die Zeit rumkriegten.

Ich habe Arbeitseinsätze erlebt, die Spaß machten, hungrig machten, Gesprächsstoff lieferten, aber danach war Schluss, und es gab keine Gelegenheit, sich beim gemeinsamen Essen auszusprechen. Zu wenig Programm.

Das war einer der Hauptgründe, warum ich bei einer Gemeindefreizeit die Elemente „Freizeit“, „Arbeit“ und „Seminar“ miteinander kombiniere.

Ich war mal auf dem Nationalen Trainingscamp der Pfadfinder, kurz NTC, in Ittlingen. Es war eins der schönsten Erlebnisse meines Lebens. Wir sangen andauernd, beteten füreinander, hatten eine Gebetsnacht, und ich habe so viel Segen gespürt.

Es gab eine Art Arbeitseinsatz, der darin bestand, dass wir unsere Unterkunft komplett selber bauen mussten. Und selber kochen. Wir haben mit Baumstämmen und Schnüren gemeinsam ein Zelt, Bänke und einen Tisch gebaut. Jeder fühlte sich gebraucht. Jeder bekam passende Aufgaben. „Wer kann Feuer machen? Wer kann für uns kochen? Du? Ja, mach mal!“ Wir wollten was lernen.

Psalm 100, 2

Dient dem HERRN mit Freuden!

Christian A. Schwarz schreibt:

Die Frage, ob in einer Gemeinde viel gelacht wird, hat einen äußerst starken Zusammenhang zur gemeindlichen Qualität und ihrem Wachstum.

„Die natürliche Gemeindeentwicklung“ Seite 37

Die Teilnehmer wurden von Anfang an in Kleingruppen aufgeteilt, die aber nicht „Kleingruppen“ genannt wurden, sondern „Teams“. Wir übernachteten als Team im Zelt, wir arbeiteten, kochten und aßen in einem Team, und verbrachten viel Zeit, miteinander zu sprechen. Jeder war in einem Team, und jedes Team funktionierte. Wir wussten, worüber wir sprachen und wofür wir beteten. Wir ermutigten einander. Das baute mich auf.

Wie baut man ein Zelt auf? Das lernt man, indem man es tut. Und das hat mir und uns sehr viel Spaß gemacht. Somit war der Arbeitseinsatz zugleich ein Workshop, und es gab viele weitere Workshops vom Feuerbohren bis zum Knotenbinden.

Leider durfte man nur einmal teilnehmen und nur, wenn man bei den Pfadfinderkindern mitarbeitete, und musste weit anreisen.

Ich möchte, dass es so was in der Art überall gibt, in jeder Gemeinde, und dass jeder teilnehmen kann.

Dazu habe ich dieses Buch geschrieben.

Vom 9. bis 11.9.2022 haben wir zum ersten Mal eine Gemeindefreizeit nach dieser Idee gemacht.

Sie fand statt in einem Freizeitheim, das sich „Mennonitisches Ferienheim“ nennt. Es liegt in einer Waldgegend zwischen Preußisch Oldendorf und Rödinghausen, 18 Kilometer von unserer Gemeinde in Lübbecke entfernt.

Hier das Programm für den ersten Tag:

Freitag

Ab 16.00 Anreise.

18.00 Abendessen.

19.30 Wanderung.

21.00 Lagerfeuer mit Stockbrot und Geschichte.

Es sind nur ungefähre Uhrzeiten. Wir hatten einen Plan mit genauen Uhrzeiten, aber du kennst das: Man hält sich nicht genau an die Zeiten, und das muss man auch nicht. Ich habe die Uhrzeiten nachträglich aus dem Gedächtnis für dieses Buch korrigiert. Man startet mit der Wanderung nicht zu einer bestimmten Zeit, sondern sobald nach dem Abendessen alle so weit sind, und nach der Wanderung, bei der man nicht exakt vorhersagen kann, wie lange sie dauert, fängt das Lagerfeuer an usw.

Die Anreise darf in diesem Ferienheim ab 16.00 Uhr erfolgen. Das ist üblich, und das muss man bei der Planung beachten. Wer möchte, hätte die Zeit nutzen können, Haus und Gelände zu erkunden, sich miteinander zu unterhalten, zu schaukeln, zu rutschen, Volleyball zu spielen. Aber nein, du kannst es dir denken: Natürlich kamen fast alle erst zum Abendessen angereist. Ja, ist halt so. Wenn es Essen gibt, kommen die Leute.

Wir haben Selbstversorgung gebucht, was sich als gute Entscheidung herausstellte. Nicht, weil es billiger ist, sondern weil es Spaß macht und die Gemeinschaft fördert, wenn ein paar Leute, die Lust dazu haben, in einem guten Team zusammenarbeiten dürfen. Das Ergebnis war, dass es zum Abendessen ein Büfett gab, das sich sehen lassen konnte. Da habe ich gestaunt. Danach ist wieder etwas freie Zeit, und dann gab es, nicht nur zur besseren Verdauung, eine kleine Wanderung in den schönen Wald in der Umgebung. Beim Wandern wurde es dunkel, so dass ein Teil davon eine Nachtwanderung wurde, was gerade für Kinder interessant gewesen wäre. Leider waren kaum Kinder dabei. Ich hatte ein paar Fackeln gekauft, welche die Kinder tragen sollten, die haben wir aber nicht mitgenommen, weil das in dieser Gegend bis Oktober verboten war. Danach ließen wir den Tag ausklingen am Lagerfeuer. Natürlich gab es Stockbrot zu backen, was Kinder und Erwachsene am Lagerfeuer gerne tun. Marshmallows wären auch eine gute Idee gewesen. Ich liebe es, wenn eine Kinderstimme erklingt: „Uäh, mein Marshmallow brennt!“

Eine Geschichte wurde vorgelesen, eine typische Lagerfeuergeschichte. Ich kenne eine ganz gute, die ich mal im Internet gefunden habe. Sie spielte in einem dunklem Wald, in dem es spukte. Kam gut an.

Nach der Geschichte hätte jedenfalls keiner Lust gehabt, einen Fuß in den dunklen Wald zu setzen.

Unser Pastor hat einige Tage später bei der Nachbesprechung der Freizeit das „Pagodenfeuer“, wie er es nannte, gelobt. Er sagte, es war eine gute Gemeinschaft beim Feuer und einige waren da.

Samstag

8.00 Frühstück.

9.00 Arbeitseinsatz.

12.00 Workshop: Grillkurs mit Essen.

Anschließend Kleingruppen.

15.00 Wanderung, Sport, Spiele, Freizeit

18.00 Abendessen.

Anschließend Spiele-Abend.

Der Tag begann mit einem Frühstücksbüfett.

Zu dem Arbeitseinsatz:

Darüber habe ich an anderer Stelle schon geschrieben. Wir sammelten im Wald Holz und machten Brennholz daraus.

Zu den Workshops:

Eine Frau bot einen Erste Hilfe Workshop an. Den verschob ich, weil eine Krankenschwester, die dabei helfen wollte, Frühschicht hatte. Jemand schlug eine kurze Wanderung vor, und ich verschob ihn nochmals. Die Wanderung nahm kein Ende, und die Frau sagte, sie mache den Workshop nicht mehr. Sie hatte sich so gut vorbereitet, und ich habe es kaputtgemacht. Das tat mir so leid.

Unser Pastor hat einige Tage später bei der Nachbesprechung der Freizeit noch mal gesagt, die Frau sei unzufrieden gewesen. Weil der Workshop zwei mal verschoben wurde und daher ausfallen musste. Und weil sie bei der Wanderung die Kinder viel länger tragen musste, als vorgesehen.

Kann ich gut verstehen. Da habe ich einen Fehler gemacht.

Der andere Workshop war ein Grillkurs. Gemeinsam grillten wir Fleisch und Würstchen, räucherten Forellen, belegten und backten Pizza und bereiteten Lasagne zu.

Der Grillkurs kam gut an, wie mir unser Pastor und einige weitere Leute bestätigt haben. Man lernte was.

Zu den Kleingruppen:

Darüber habe ich an anderer Stelle schon geschrieben.

Beim Essen und noch lange danach saßen die Leute draußen auf der großen Terrasse an zwei Tischen und bildeten zwei Kleingruppen, in denen sie sich angeregt unterhielten und aussprachen.

Es war ungeplant, und es gab keine Gesprächsleiter, aber Gott hat es geschehen lassen.

Geplant hatte ich die Kleingruppen für 11.00 Uhr, aber das passte zeitlich nicht mehr, weil der Arbeitseinsatz länger dauerte, und dann saßen sie beim Essen und nach dem Essen da und unterhielten sich. Das hatte ich nicht geplant, und es gab keine Gesprächsleiter, aber Gott hat trotzdem Gelingen geschenkt. Und warmes Sonnenwetter.

Auf dem Gelände gibt es ein Fußballfeld, ein Volleyballfeld, Tischtennisplatten und noch mehr. Die Leute fingen spontan an, Volleyball zu spielen und Tischtennis, und die Kinder spielten auf dem Spielplatz.

Jemand schlug vor, eine Wanderung zu einem kleinen See zu machen, der in der Nähe lag. Die Wanderung war schön, aber lang.

Es gab Abendessen mit Büfett.

Danach lud jemand zu einem Fußballspiel ein. Und ob du es glaubst oder nicht, die haben es geschafft, aus nur vier Mitspielern zwei Mannschaften zu bilden und Fußball zu spielen. Ich fand es toll.

Geplant hatte ich es anders. Ich hatte einen „Bunten Abend“ angekündigt, mit Sketchen, Zaubertricks usw., aber da niemand außer mir einen Sketch hatte, und ich keine Mitspieler fand, fiel das leider aus. Eine Familie mit zwei Kindern war extra für diesen „Bunten Abend“ gekommen und war schwer enttäuscht. Ich hätte wenigstens ein paar Brettspiele organisieren können, warf man mir zurecht vor. Das tat mir leid. Statt dessen wurde Tischtennis gespielt, und ein paar Leute saßen auf der Terrasse, hörten die Grillen zirpen und unterhielten sich.

Ich hoffe, dass es wenigstens den meisten einigermaßen gefallen hat.

Bei der Nachbesprechung kam dann noch mal die Kritik, der Bunte Abend habe kein Alternativprogramm gehabt für den Fall, dass er ausfällt, obwohl das leicht zu machen gewesen wäre. Viele standen herum, wussten nicht weiter, und manche wollten fahren. Tut mir leid.

Sonntag

8.00 Frühstück.

10.00 Gottesdienst.

Gleichzeitig Kindergottesdienst.

11.00 Kleingruppen.

12.00 Mittagessen.

14.00 Abreise.

Nach dem Frühstück und etwas freier Zeit begann der Gottesdienst. Unser Pastor hat ihn etwas einfacher gestaltet, als normal, und kürzer. Er hat Liederbücher verteilt, Liedwünsche gesammelt und sie mit der Gitarre begleitet und dann eine kurze Predigt gehalten.

Es folgte die Kleingruppenzeit. Darüber habe ich im anderen Teil des Buches schon geschrieben.

Drei Kleingruppen gab es.

Eine Kleingruppe war unser Küchenteam, das ich ergänzt habe durch eine Gruppenleiterin und zwei weitere Leute, damit die Gruppen gleich groß waren. Ich dachte mir, die Leute im Küchenteam könnten beim Kochen miteinander reden. Das war keine gute Idee. Es funktionierte überhaupt nicht. Ich habe daraus gelernt, dass man nur miteinander reden kann, wenn die Nebenbeschäftigung, die man dabei hat, wirklich nur eine Neben-Beschäftigung ist, die keine Aufmerksamkeit erfordert.

Die zweite Kleingruppe blieb im großen Saal sitzen, wo Frühstück und Gottesdienst stattgefunden hatten. Heiße und kalte Getränke vom Frühstück standen noch dort und etwas Obst.

Eine dritte Kleingruppe war der Kindergottesdienst. Der begann gleichzeitig mit dem Gottesdienst und dauerte ungefähr bis zum Ende der Kleingruppenzeit. Der Leiter, der Erfahrung darin hat, Gruppen und Kindergottesdienste zu leiten, hatte das von sich aus angeboten, und sagte hinterher, es sei gut gewesen.

Zum Mittagessen gab es leckere Spaghetti Bolognese, zubereitet von unserem Küchenteam.

Anschließend haben wir gemeinsam das Haus und das Gelände aufgeräumt, die Zimmer gefegt, die Küche geputzt und gewischt, und es war eine spürbare Aufbruchsstimmung.

Bis 14.00 Uhr mussten wir abreisen.

Bei der Nachbesprechung der Gemeindefreizeit sagte unser Pastor, wir sollten so eine Gemeindefreizeit wieder machen. Aber falls nicht genug Leute übernachten, statt dessen lieber einen Tagesausflug.

Nicht zu viel Programm

Wenn man alles tut, um nicht zu wenig Programm zu haben, kann das ins Gegenteil umschlagen und dazu führen, dass man zu viel Programm hat. Lange vor der Gemeindefreizeit habe ich die Leute unserer Gemeinde telefonisch befragt und um Verbesserungsvorschläge und Ideen gebeten. Und mehrfach(!) kam die Bitte: „Nicht zu viel Programm!“ Ich musste mich richtig bemühen, den Arbeitseinsatz, die Kleingruppenzeiten und die Workshops kurz genug zu halten. Ich kenne Arbeitseinsätze, die einen halben Tag oder länger dauern, aber für die Gemeindefreizeit habe ich dafür maximal zwei Stunden vorgesehen. Und selbst das kam uns zu lange vor.

Ich bin gewohnt, sechs Stunden Seminare zu halten, habe aber für die Workshops nur ein bis maximal zwei Stunden angesetzt, und selbst das musste ich, als es so weit war, noch abkürzen.

Normale Kleingruppentreffen sollten mindestens(!) zwei Stunden dauern, das ist wichtig, aber auf der Gemeindefreizeit ist dafür nur eine Stunde Zeit, dafür hatte ich aber zwei Kleingruppenzeiten geplant, eine am Samstag und eine am Sonntag. Die erste davon fiel zunächst aus, weil zu wenig Zeit war zwischen dem Arbeitseinsatz und dem Mittagessen, das nach dem Grillkurs stattfand. Danach gab es dann zwei, ich nenne sie mal „spontane, unorganisierte Kleingruppen“

Ich hatte geplant, die Workshops gleichzeitig statt nacheinander ablaufen zu lassen. Hat zwar den Nachteil, dass man nur an einem davon teilnehmen kann, aber dafür ist man dann fertig. Und hat viel freie Zeit für Sport, Spiele, Wanderungen oder einfach nur zum Abhängen, jeder wie er möchte.

Zeitplan

Ich bin kein Freund von Zeitplanung. Das hat man während der Gemeindefreizeit deutlich gemerkt. Und dafür bekam ich bei der Nachbesprechung ordentlich Kritik.

Die auf dem Plan angegebenen Zeiten sollten eingehalten werden. Insbesondere für die Leute, die extra für bestimmte Programmpunkte anreisen. Manchen Leuten ist Pünktlichkeit wichtig, z.B., dass es um 12 Uhr Essen gibt.

Frühstück hätte auch 9 Uhr sein können.

Gebet

Ich denke, Gebet ist das Wichtigste. Ich weiß nicht, wie lange ich für die Gemeindefreizeit gebetet habe, vielleicht ein Jahr lang jeden Morgen kurz mit meiner Frau. Ich habe gedankt, dass wir das machen dürfen, dass so viele was beitragen wollen, und habe gebetet, dass es gut wird, dass wir alles so machen, wie Gott es haben möchte, und dass gutes Wetter ist und viele kommen usw.

Glaub mir: Gott erhört Gebete. Wir haben das wirklich oft erlebt.

 

Warum Lobpreis enorm wichtig ist

 

WICHTIG: Warum Gespräche, auch über Persönliches, in jeder Gruppe wichtig sind

 

Wie du einen Arbeitseinsatz durchfürst

 

Ideen für Workshops

 

Es muss nicht perfekt sein, und du musst es nicht allein machen

 

Ideen für Kindergottesdienste

 

Spiele, die Kinder immer wieder spielen wollen

 

Wie du ein deutlich besseres Feuer machst, als andere

 

Ein paar Tipps für Wanderungen

 

Du kannst es nachmachen

Ich möchte Freizeiten, die leicht sind. So leicht, dass jede Gemeinde sie auch ohne Übung und ohne besonderes Können auf die Reihe kriegt.

Anmeldeliste

Anmeldungen müssen verbindlich sein, und schriftlich, und mit Angaben, wie viele Übernachtungen. Wer sich anmeldet, muss zahlen, ob er kommt, oder nicht.

Denn ...

Wer zahlt, kommt auch.

Gemeindefreizeit der FEG Lübbecke
Freitag 9.9.22 bis Sonntag 11.9.22

Mennonitisches Ferienheim, In der Gehle 3, 32361 Preußisch Oldendorf

www.mennonitisches-ferienheim.de

Bitte tragt die Anzahl Erwachsene, Jugendliche und Kinder in die Liste ein.

Erwachsene 60 € (40 € Unterkunft + 20 € Verpflegung)

Jugendliche 35 € (20 € Unterkunft + 15 € Verpflegung)

Kinder 15 € (10 € Unterkunft + 5 € Verpflegung)

Bitte aufs Gemeindekonto zahlen mit Verwendungszweck „Freizeit“. Sollte jemand das Geld nicht aufbringen können, bitte Matthias fragen, ob die Gemeinde einen Teil übernimmt.

Bitte meldet euch bei mir telefonisch unter 05741-1592 oder unter Andreas@Hillerkus.de per Email, wer Essenswünsche hat, wer Instrumente und Spiele mitbringt, wer kocht, wer einen Beitrag fürs Programm hat oder Verbesserungsvorschläge oder Ideen. Wie viele von euch haben Interesse an Fußball, Tischtennis, Volleyball, Wandern? Wir brauchen Mitarbeiter, hauptsächlich fürs Küchenteam, und Beiträge für den Spiele-Abend. Danke.

Umfrage lange vorher

Lange vor der Gemeindefreizeit habe ich unter den Gemeindemitgliedern und fast allen Gottesdienstbesuchern eine telefonische Umfrage gemacht, und habe folgende Fragen gestellt:

Wo kann die Gemeindefreizeit stattfinden?

Möchtest du bei den Vorbereitungen mitmachen?

Möchtest du eine Kleingruppe leiten?

Möchtest du einen Workshop anbieten? Gibt es etwas, was du gut kannst und gerne an andere weitergeben möchtest?

An welchem Workshop würdest du gerne teilnehmen, gibt es etwas, was du lernen möchtest?

Kennst du einen guten Workshop oder etwas ähnliches, was in der Nähe angeboten wird?

Welchen Arbeitseinsatz wollen wir machen? Was könnten wir tun?

Hast du einen Verbesserungsvorschlag oder eine Idee?

Ergebnis der Umfrage

Es gab eine große Vielzahl von Vorschlägen, wo es stattfinden könnte. Wo es schön ist, wo man was unternehmen kann, wo Kinder Spaß haben.

Einige haben angeboten, bei den Vorbereitungen mitzumachen oder eine Kleingruppe zu leiten, und viele waren bereit, ihr Wissen und Können in einem Workshop weiterzugeben, darunter auch zwei Frauen, die einen Erste Hilfe Workshop anbieten wollten. Den Grillkurs machte ich selber, und so hatten wir zwei Workshops, das genügt für eine Gemeinde unserer Größe.

Auch das Interesse an Workshops aller Art war groß, insbesondere an geistlichen Themen, z.B., wie man eine Andacht hält.

Es gab viele gute Antworten auf meine Fragen und viele Vorschläge für einen Arbeitseinsatz, Aufräumen. was bauen, Umzug, Küche einbauen, Holz fällen, Waldarbeit, Erde schaufeln usw., und es bestand großes Interesse am gemeinsamen Miteinander.

Als Verbesserungsvorschlag wurde mehrfach gesagt: Nicht zu viel Programm. Lieber Gemeinschaft und Kennenlernen, das fanden viele wichtig. Man kenne einander kaum. Lagerfeuer, Fußball, Lobpreis, Kinderarbeit, Unternehmungen, Wandern, Bunter Abend. Nicht zu teuer.

Am Ende war ich positiv überrascht, wie viele etwas beitragen wollten. Und ich hatte das Gefühl, die Leute haben sich gefreut, dass sie jemand anruft und nach ihren Wünschen fragt. Überhaupt kommen Umfragen in der Gemeinde nach meiner Erfahrung gut an.

Unterkunft finden

Es hat Vorteile, wenn die Unterkunft in der Nähe ist, am Besten nicht mehr als 20 bis 40 km entfernt. Bei der telefonischen Umfrage, die ich lange vorher gemacht habe, gab es nur wenige, die eine weite Reise machen wollten, ans Meer oder ins Ausland, die meisten dagegen wollten etwas in der Nähe. Es ist dann auch leichter, hinzufahren und sich alles anzusehen. Und die Reise ist billiger. Auch die Unterkunft sollte billig sein. Die meisten Leute möchten für ein Wochenende nicht so viel Geld ausgeben.

Das Freizeitheim, das du angefragt hast, ist ausgebucht? Kein Problem. Ruf noch mehr Freizeitheime an. Frag telefonisch alle Freizeitheime, die du kennst, in der näheren und ferneren Umgebung, ob zu irgendeiner Zeit noch ein Wochenende frei ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wirklich überall zu jeder Zeit alles ausgebucht ist.

Und falls doch: Kein Problem! Übernachte privat. Habe ich auch so gemacht. Die Kinderwochenendfreizeit, die ich einst geleitet habe, fand auf einem Bauernhof statt. Wir haben alle in einem großen Gartenhaus übernachtet.

Ich habe eine Freizeit erlebt, die sich „Camp“ nannte, wo die Hälfte der Leute auf einem Dachboden eines Bauernhofes übernachtete, und die andere Hälfte, wer Lust hatte, in kleinen Zelten auf dem Rasen. Das hatte ich auch in Betracht gezogen, und ein Freund von mir hat einen alten Bauernhof mit großer Rasenfläche drum herum und wäre einverstanden gewesen, hat er gesagt, aber unser Pastor hat dann doch vorgeschlagen, ein Ferienheim zu mieten, und hat auch einige angefragt und eins gebucht. Er hat lange Zeit im Voraus gebucht, das ist von Vorteil, weil dann natürlich mehr frei ist.

Wie du Workshops findest

Es gibt landauf landab viele Anbieter von guten Workshops, aber zuerst sollte man, dachte ich, in der eigenen Gemeinde fragen. Das habe ich bei der telefonischen Umfrage getan. Das hat schon genügt.

Wie du Kleingruppen gründest und Leiter findest

Teil die Leute einfach ein, und fertig.

Wer eine Kleingruppe leiten möchte, habe ich bei der telefonischen Anfrage herausgefunden. Ein Mann sagte auf die Frage, ob er eine Kleingruppe leiten möchte, ganz zurückhaltend: „Wenn ich das kann.“

Genau solche Leute suche ich. Die es noch nie gemacht haben, und nicht wissen, ob sie es können, es aber gerne mal ausprobieren möchten. Leider kam er aber nicht mit, da musste ich Ersatz finden. Es gelang mir, eine junge Frau zu überreden: „So schwer ist das doch nicht. Das schaffst du schon!“ „Na gut, meinetwegen.“ Sie ließ sich überreden. Sie leitete zum ersten Mal eine Kleingruppe. Und es ging schief.

Ja, und? Es ist ein Experiment. Es darf auch was schief gehen. Hinterher sagte sie, sie habe was gelernt.

Ich habe überlegt, ob ich für die Kleingruppenleiter vor oder während der Gemeindefreizeit einen Workshop anbieten soll, um ihnen das beizubringen. Könnte man vielleicht mal machen, aber dieses Mal, dachte ich mir, genügt es vielleicht, einfach zu sagen, welche Fragen sie stellen sollen. Die junge Frau bat mich darum, ihr einen Zettel zu geben, den sie vorlesen könne.

Gute Idee.

Frage an dich:

Möchtest du auch eine Gemeindefreizeit leiten? Brauchst du Hilfe dabei? Dann ruf mich an. Zögere nicht! Telefon: 05741-1592. Ich komme bei einem deiner Gottesdienste zu Besuch, auch mehrmals, wenn nötig, stelle die Gemeindefreizeit vor und frage die Leute deiner Gemeinde, ob sie Interesse an so was haben. Ich kümmere mich darum, dass dir genug Mitarbeiter zur Verfügung stehen, und dass alles gut läuft, helfe dir, eine Unterkunft zu finden und achte darauf, dass du und deine Gemeinde möglichst kein Geld und nicht viel Zeit für all das aufwenden müsst.

Ist das ein Angebot? Wenn ja, ruf mich an. Und wenn nein, ruf mich an, und sag mir, warum nicht. Ich möchte den Grund wissen.